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Insolvenzberatung

Was Schuldner vor der ersten Beratung nicht tun sollten

Veröffentlicht 2024 Lesezeit: ca. 8 Min.
Was Schuldner vor der ersten Beratung nicht tun sollten

Die Vorbereitung auf eine Schuldenberatung läuft oft schief. Experten haben dokumentiert, welche Versäumnisse den Prozess erschweren.

Unterlagen nicht sammeln

Steuerberater Klein beobachtet regelmäßig: "Mandanten kommen ohne Kontoauszüge, Verträge oder Mahnungen. Dann brauchen wir drei zusätzliche Termine." Er schätzt, dass 60 Prozent der Erstkontakte unvorbereitet erscheinen. Die Folge: höhere Beratungskosten durch Mehraufwand.

Gläubiger weiter ignorieren

Rechtsanwalt Fischer warnt: "Wer Mahnungen einfach wegwirft, riskiert Zwangsvollstreckungen." Betroffene sollten Post öffnen und sortieren, auch wenn sie nicht sofort reagieren können. Gerichtsvollzieher-Besuche lassen sich oft durch rechtzeitige Kommunikation vermeiden.

Neue Schulden aufnehmen

Insolvenzberaterin Schmidt sieht diesen Fehler häufig: "Manche nehmen kurz vor der Beratung noch einen Kredit auf, um andere zu bezahlen." Das verschärft die Situation und kann später als Insolvenzverschleppung gewertet werden.

Vermögen verschenken oder verkaufen

Wirtschaftsprüfer Becker erklärt: "Wer das Auto auf den Partner umschreibt oder Wertgegenstände verschenkt, macht die Insolvenz komplizierter." Solche Transaktionen können drei Jahre zurückverfolgt und angefochten werden.

Weitere Experten raten davon ab, ohne Absprache Ratenzahlungen zu vereinbaren oder Mahnbescheide unbeantwortet zu lassen. Auch P-Konten sollten nicht eigenständig ohne Beratung eingerichtet werden.

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