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Schuldenberatung

5 Fehler, die Schuldner bei der Beratersuche machen

Veröffentlicht 2024 Lesezeit: ca. 8 Min.
5 Fehler, die Schuldner bei der Beratersuche machen

Wer erstmals eine Schuldenberatung sucht, läuft Gefahr, kostspielige Entscheidungen zu treffen. Mehrere Fachleute haben ihre Beobachtungen zusammengetragen.

Nicht die erstbeste Beratung nehmen

Rechtsanwältin Meyer aus Hamburg berichtet von Mandanten, die direkt beim ersten Google-Treffer unterschrieben haben. "Viele vergleichen nicht mal die Honorare", sagt sie. Seriöse Erstberatungen bei Verbraucherzentralen kosten zwischen 10 und 30 Euro, während kommerzielle Anbieter oft 200 Euro und mehr verlangen.

Verträge ohne Bedenkzeit unterschreiben

Insolvenzberater Schulze warnt vor Verträgen, die sofort abgeschlossen werden sollen. "Wenn jemand Druck macht, ist das ein Warnsignal." Er empfiehlt, Vertragsentwürfe mindestens drei Tage zu prüfen. Besonders bei Vollmachten sollten Betroffene vorsichtig sein.

Versteckte Kosten ignorieren

Finanzexperte Dr. Koch hat Abrechnungen analysiert: "Manche Berater listen Fahrtkosten, Kopien und Telefonate einzeln auf. Am Ende zahlen Kunden das Doppelte." Er rät zu Pauschalangeboten mit schriftlicher Kostenaufstellung.

Weitere Warnsignale

Schuldnerberaterin Wagner nennt zusätzliche Risiken: Anbieter ohne Zertifizierung zu beauftragen oder Berater zu wählen, die keine gemeinnützige Trägerschaft haben. "Die Qualifikation sollte nachweisbar sein", betont sie.

Verbraucherschützer raten außerdem davon ab, Berater zu engagieren, die erfolgsabhängige Honorare verlangen. Das ist in diesem Bereich unseriös und oft unwirksam.

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